ENWAKO

ENtwicklung - WAhrnehmung - KOordination - KOnzentration


Das professionelle Wahrnehmungstraining

Was ENWAKO bewirkt


reift und hemmt frühkindliche Reflexe

verbessert die visuelle Wahrnehmung

verbessert Koordination und Gleichgewicht

verbessert Wahrnehmung und Reaktion

verändert das Verhalten

fördert kognitive und mentale Fähigkeiten

steigert die Leistungsfähigkeit

reduziert Stress

stärkt das Selbstwertgefühl

verändert das Leben nachhaltig zum GutenNeuer Text

Wahrnehmungsverarbeitung


Die Wahrnehmungsverarbeitung umfasst die frühkindlichen Reflexe, die bereits in der frühen Schwangerschaft angelegt werden. Diese ermöglichen dem neugeborenen Kind eine unmittelbare körperliche Reaktion auf unterschiedliche Umweltreize. Sie dienen der Ernährung und dem Schutz vor Gefahren. 

Reflexe sind unwillkürliche Bewegungen und sind eine wichtige Grundlage für die zukünftige Bewegungsentwicklung und spätere Verhaltensreaktionen auf die Umwelt.

In den ersten Jahren reifen diese Reflexe aus und werden zu bewusst gesteuerten gezielten Bewegungsmustern.

Bleiben frühkindliche Reflexe ganz oder zum Teil aktiv, kann das der Grund für  Lern- und Leseprobleme, Entwicklungsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten und eine fein- oder grobmotorische Ungeschicklichkeit sein. 
Diese Kinder / Erwachsenen versuchen durch mehr Kraftaufwand oder durch Manipulation der Umwelt die Probleme zu bewältigen. Irgendwann genügen diese helfenden Strukturen jedoch nicht mehr, das System bricht zusammen und es zeigen sich ungewollte Verhaltensreaktionen.



Typische Diagnosen und Auffälligkeiten bei betroffenen Kindern / Erwachsenen:


  • Legasthenie, LRS oder Dyskalkulie
  • Konzentrationsprobleme
  • Wahrnehmungsstörungen (visusell und auditiv)
  • Lernprobleme
  • ADS, ADHS
  • Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
  • Verhaltensprobleme
  • Ängste, Ängstlichkeit
  • Motorische Ungeschicklichkeit
  • nicht altersgemäße Trotz- und Wutanfälle
  • unregelmäßiges oder schlechtes Schriftbild
  • Flüchtigkeitsfehler, Rate-Lesen
  • Vertauschen von Buchstaben oder Zahlen
  • verkrampfte Stifthaltung
  • schnelle Ermüdung beim Lesen, Schreiben und Rechnen
  • Hochsensibilität
  • Lautstärkeempfindlichkeit
  • Perfektionisten
  • der Alltag kostet viel Kraft und Energie
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit

Beispiele für frühkindliche Reflexe :


Moro Reflex:


Dieser Reflex ist normalerweise bis zum 4. Lebensmonat aktiv und ermöglicht mit dem ersten Schrei des Neugeborenen den ersten Atemzug und die Öffnung der Luftwege. Er wird durch unerwartete Reize, wie z.B. Geräusche, Lichtreize, Gerüche oder Geschmacksrichtungen, Berührungen, Hautreize, neue Situationen, veränderte Gewohnheiten oder plötzliche Bewegungen ausgelöst. Wird der Moro-Reflex bis zum 4. Lebensmonat ausgelöst, zeigt er sich durch Öffnen der Arme und Beine und gleichzeitiger Einatmung. Danach schließen sich Arme und Beine wieder und das Baby fängt an zu schreien. Damit fordert es unbewusst die Umgebung auf, ihm zur Hilfe zu eilen und zu beruhigen.

Bleibt dieser Reflex über den 4. Lebensmonat hinaus aktiv, reagiert das Kind unangemessen auf die zuvor genannten Reize. Es ist in einer ständigen Alarmbereitschaft und die Umwelt, neue Situationen und fremde Personen werden vom Kind als Bedrohung wahrgenommen. Das Kind erkennt, dass es anders als gleichaltrige Kinder reagiert, hat aber keine Handlungsalternativen.


Typische Auffälligkeiten des Moro-Reflexes:

  • Angst etwas falsch zu machen
  • hoher Eigendruck
  • Perfektionismus
  • laute Umgebungsgeräusche führen zu Stress
  • erhöhter Zuckerbedarf durch andauernde Alarmbereitschaft
  • Handlungsunfähigkeit bei Forderung
  • häufig Magen-Darmprobleme
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit durch erweiterte Pupillen
  • Schlafprobleme
  • kurzzeitig starke Konzentration mit anschließender Ermüdung oder Erschöpfung
  • erhöhte innere Anspannung führt zu Schulter- und Nackenbeschwerden
  • geringes Selbstbewusstsein durch die Erfahrung immer wieder anders zu reagieren als es von der Umwelt erwartet wird
  • Probleme beim Umgang mit Veränderungen


Asymmetrisch Tonischer Nackenreflex (ATNR)


Dieser Reflex sollte bis zum 9. Lebensmonat gehemmt sein. Er löst eine Streckung der Gliedmaßen aus, wenn der Kopf sich ihnen zuwendet und eine Beugung, wenn der Kopf abgewandt wird. Bei der Geburt hilft er dem Kind sich im Geburtskanal vorwärtszubewegen. Später hilft er dem Kind bei den Rollbewegungen vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt. Er ist außerdem wichtig für die Auge-Kopf-Hand-Koordination, die für das Schreiben und alle feinmotorischen Bewegungen Voraussetzung ist. Ist dieser Reflex über den 9. Lebensmonat hinaus aktiv, haben diese Kinder Schwierigkeiten beim Überkreuzen ihrer Mittelachse, z.B. wenn ein links liegender Gegenstand mit der rechten Hand gegriffen werden soll.


Typische Auffälligkeiten des ATNR:

  • Schwierigkeiten beim Festlegen der Seitigkeit und Händigkeit
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Verwechslung von links und rechts
  • unregelmäßiges Schriftbild mit Schreiben der Buchstaben über und unter die Linie
  • Verdrehung von Buchstaben und Zahlen, z.B. b/d, p/q, 13/31 usw.
  • beim Lesen werden Buchstaben oder ganze Wörter weggelassen
  • Nackenschmerzen durch Fehlhaltung beim Sitzen
  • die Zahlen beim schriftlichen Addieren und Subtrahieren werden nicht richtig untereinandergeschrieben
  • Lesen und Schreiben ist für das Kind sehr anstrengend, sodass es schnell ermüdet und unkonzentriert wird
  • Zeichnen von symmetrischen Figuren fällt schwer
  • zu naher Lese- und Schreibabstand des Kopfes zum Heft
  • sitzen oft auf einem Bein 


Symmetrisch Tonischer Nackenreflex (STNR)


Dieser Reflex entsteht erst im 6. bis 9. Monat nach der Geburt und sollte etwa drei Monate später wieder gehemmt sein. Seine Hauptaufgabe ist es, das Baby darauf vorzubereiten, seine Schwerkraft zu überwinden, seinen Kopf im Raum aufrecht zu halten und sich dabei vorwärts zu bewegen.

Beugen sich Kopf und Arme, strecken sich die Beine und umgekehrt.


Typische Auffälligkeiten des STNR:

  • schlechte Augen-Hand-Koordination
  • trotziges und impulsives Verhalten
  • Kinder sind oft ungeschickt
  • schlechtes Abschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten
  • Schwierigkeiten bei der Kraftdosierung
  • kann sich nur kurz konzentrieren, keine Ausdauer
  • fester Stiftdruck
  • Buchstaben werden entweder zu klein- oder zu großgeschrieben
  • mit zunehmender Textlänge wird die Schrift immer undeutlicher und die Fehler nehmen zu
  • Kinder werden fälschlicherweise oft als faul oder unmotiviert abgestempelt




Visuelle Wahrnehmung (Sehverarbeitung):


Warum entstehen trotz gesunder Augen Probleme?

Die Sehschärfe wird beim Augenarzt oder Optiker gemessen. Eine Sehschärfe von 100% bedeutet, dass auf eine bestimmte Entfernung ein Gegenstand erkannt werden kann. Es bedeutet nicht, dass das Zusammenspiel beider Augen gut funktioniert und/oder die visuelle Verarbeitung optimal ist.

Für ein optimales Sehen müssen alle Sehfunktionen im Einklang sein.

Dies sind:

  • Sehschärfe
  • Akkomodation (Wölbung und Abflachung der Augenlinse) zum Anpassen an unterschiedliche Entfernungen
  • Fixieren eines Punktes
  • Vergenzen (gemeinsame Aus- und Einwärtsbewegungen beider Augen)
  • Augenfolgebewegungen
  • Sakkaden (Augensprünge)


Zeigt das Kind in einer dieser Sehfunktionen Defizite, muss es kompensieren. Dazu benötigt es zusätzlich Kraft, Zeit und Konzentration bei der Bewältigung von Aufgaben.


Typische Auffälligkeiten der visuellen Wahrnehmungsverarbeitung:

  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche
  • schlechtes Schriftbild
  • Leseunlust und Ratelesen
  • vermehrt Flüchtigkeitsfehler
  • Weglassen von Endungen und Verwechseln von Buchstaben
  • Abschreibschwierigkeiten
  • Wegträumen
  • schnelles Ermüden beim Lesen, Schreiben, Hausaufgaben
  • Augenschmerzen, Augenbrennen, Blinzeln oder Reiben
  • Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel




Auditive Wahrnehmung (Hörverarbeitung):


Warum entstehen trotz gesunder Ohren Probleme?

Auch bei der Hörverarbeitung müssen alle Hörfunktionen im Einklang sein.

Dies sind:

  • Frequenz- und Zeitmusterunterscheidung (wichtig um aus dem Sprachfluss einzelne Laute, Wörter oder Sätze herauszuhören und abgrenzen zu können)
  • Auditive Ordnungsschwelle (wichtig für die Unterscheidung von ähnlichen Lauten z.B. d/t, g/k oder b/p)
  • Richtungshören (wichtig um ein bestimmtes Geräusch oder Stimme einer Richtung zuordnen zu können)
  • Tonhöhenunterscheidung (wichtig für das Singen oder Erlernen eines Instruments, für das betonte Sprechen und das Heraushören von Ironie)
  • Tonlängenunterscheidung (wichtig fürs Musizieren aber auch für die Rechtschreibung um kurze und lange Laute heraushören zu können)


Zeigt das Kind in einer dieser Hörfunktionen Defizite, muss es kompensieren. Dazu benötigt es zusätzlich Kraft, Zeit und Konzentration bei der Bewältigung von Aufgaben.


Typische Auffälligkeiten der auditiven Wahrnehmung:

  • Verständnisprobleme
  • Aussagen bleiben mehrdeutig und Ironie kann nicht erkannt werden
  • wichtige Informationen vom Lehrer können nicht von Stühlerücken, Stiftgeklapper, Flüstern des Banknachbarn oder dem Seitenblättern unterschieden werden
  • kurze und lange Laute und ähnlich klingende Buchstaben können nicht unterschieden werden
  • einzelne Laute, Wörter oder Sätze können nicht aus dem Sprachfluss herausgehört werden
  • betontes Sprechen beim Gedichtvortrag gelingt nicht
  • Schwierigkeiten beim Erlernen eines Instruments





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